Tja ... Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr wisst, dass etwas unangenehmes
bevorsteht und es so lang wie möglich zu verdrängen versucht? Und dann sind
die Zeiten der Ablenkung vorüber und ihr wünscht euch die Zeit einfach
vorzuspulen bis zu dem Zeitpunkt an dem dieses unschöne Ereignis vorüber
ist? <-- Wie komisch sich der Satz anhört oO So geht es mir nämlich heute. Dieses Wochenende wird ein unglaublich doofes Wochenende für mich sein und wie jedes Mal, habe ich Angst und Zweifel und Traurigkeit und Wut und alles in mir, was nur pessimistisch machen kann. Denn dieses Wochenende muss ich mit vielen Menschen verbringen, die mir absolut nicht gut tun und von denen ich weiß, dass sie nicht wie ich sind ... noch schlimmer eigentlich: Von denen ich weiß, dass sie genau die Menschenart sind, mit der ich einfach nicht umgehen kann und bei der es mich traurig macht, zu sehen, wie hinterhältig und schwach manche Leute sein können. Wie die letzten Male, wenn so ein blödes Seminar anstand, könnte ich mich jetzt hier oben unterm Dach verkriechen und vor mich hin leiden. Aber findet ihr das richtig?! :( Denn meine Erfahrung sagt mir, es bringt nichts.
Es bringt nichts, die Ängste stets siegen zu lassen. Denn Angst, wenn man sie niemals überwindet, macht irgendwann handlungsunfähig - jawoll! Das hat mir vor ein paar Tagen ein Jemand gesagt, dessen Ansichten ich doch sehr schätze. Und dann habe ich weiter überlegt: Stellt euch jetzt mal innerlich die Hürden vor, denen ihr so oft im Leben begegnet. Was wärd ihr, wenn ihr sie jedes Mal umgehen könntet? Wenn ihr euch jedes Mal mit einer Zeitmaschine HINTER die Hürde begeben könntet, ohne sie zu überspringen. Wären wir genauso, wie wir jetzt sind, wenn wir uns das Leben so einfach machen könnten? Wären wir dann wirklich mutig? Könnten wir dann jemals von uns behaupten stolz zu sein? Würden Erfahrungen uns dann noch viel wert sein? Und ganz ehrlich? Wäre das Leben dann nicht irgendwie langweilig? Unsere Ängste, unsere Sorgen und unsere Problembewältigung ... das alles bereichert uns doch auch, oder? Aber das allerwichtigste, was ich mich gefragt habe: Müssten wir uns nie unseren Ängsten und Zweifeln stellen, weil uns Möglichkeiten gegeben wären, alles unangenehme zu umgehen und hätten wir nie Sorgen oder Kummer, weil wir die grauen Tage löschen könnten: Wären denn die schönen Dinge im Leben immer noch so schön für uns, wie sie jetzt sind? Würden wir die tollen Tage dann immer noch so wertschätzen, wie wir es jetzt tun? Ich glaube meine Antwort auf diese Frage gefunden zu haben und deshalb habe ich mir gesagt, dass ich manchmal eben die Augen schließen und über meinen Schatten springen muss :) Denn Lichtblicke gibt es immer ... oder Freunde, die am Rand stehen und die Daumen drücken, während man dabei ist eine diese Hürden zu überwinden. Man sieht sie nicht jedes Mal, aber im Herzen sind sie da und unterstützen uns. Nicht wahr?
Und deshalb lohnt es sich zu kämpfen und immer wieder dort einen Schritt nach vorne zu wagen,
wo man sonst drei zurück gegangen wäre ...
Vielleicht wirkt das alles ein bisschen komisch auf euch. Denn mein Problem hört sich für euch sicher ganz harmlos an. Aber ich weiß, wieviel Überwindung es mich kostet dorthin zu fahren und ich weiß auch, dass es mir - egal wie viel Mut ich mir hier zurede - sicher nicht gut gehen wird dort. Aber die Gedanken haben mich ein kleines bisschen stärker gemacht und ... naja, es kann nicht so verkehrt sein, auch mal ein wiiiinziges kleines bisschen den Optimisten raushängen zu lassen :P
Damit sich mein Roman hier zumindest ein bisschen für euch gelohnt hat, möchte ich euch noch etwas mit auf den Weg geben: Links findet ihr meinen Filmtipp der Woche. Wenn ihr auf das Bild klickt, gelangt ihr direkt zum Trailer. "Extrem laut und unglaublich nah" ist ein toller Film, der irgendwie ... anders ist, aber auf seine ganz eigene Art und Weise berührt. Leider ist der Film nur vorstellbar - aber ab nächsten Monat erhältlich :)
Oh jee, so viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben :D
Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Euer Jennylein ♥






